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Spanisch lernen in Guatemala
T A N J A  S C H E F F L E R :  (T E I L  5)

Guatemala

26.07. – 02.08.
Chickenbus in Guatemala - Foto: Tanja Scheffler Zurück in Guatemala wurde mir sofort bewusst, wie sehr ich die netten lachenden Gesichter der Mayas, ihre farbenfrohe Trachten und die Chickenbusfahrten vermisst hatte. Chickenbus heissen sie deshalb, weil in und auf dem Bus alles, aber wirklich alles transportiert wird. Nicht selten kam es vor, dass mich ein Huhn relaxt aus der Gepäckablage unterm Dach, dem Kopf aus einem Sack ragend, beobachtete. Die Busreihen bestehen aus 2-er Sitzen und einen schmalen Gang in der Mitte. Die Sitze werden jeweils mit 3 Leuten besetzt, so dass der Gang verschwindet und der Kassierer sich während der Fahrt zwischen oder über den Leuten hindurch quetschen muss, bevor er für den nächsten aussteigenden Fahrgast das Fahrrad vom Dach holt und anschliessend für den Nächsten während der Fahrt dort oben das Schwein oder die Melonen verstaut. Ausserdem typisch für die Chickenbusfahrt ist die von Zeit zu Zeit ertönende Bitte des Busfahrers, sich hinzusetzen, sobald irgendwo ein Polizist, bzw. Polizeiwagen im Anmarsch ist. Der Guatemalteke und der clevere Touri kennt das Spiel und geht sofort in die Knie, so dass keine stehende Person im Bus sichtbar ist. Für Schwerhörige oder Unerfahrene – oftmals sind es kein-Spanisch-sprechende Touristen – muss der Busfahrer pro Kopf 200 Quetzales (ca. 25 $) Strafe zahlen, was für Guatemala eine Menge Geld ist.
So dicht auch das Gedränge zur ständig lauten Salsa-Musik im Bus sein mag, eine Person mit einem Korb voll fettiger Tortillas oder Pommes oder ein Eisverkäufer hat immer Platz... In den extrem kurvigen Highlands hatte ich die grösste Angst um mein Gepäck, das bei strömendem Regen auf dem Dach mitfuhr. Da ich den Logenplatz direkt hinterm Busfahrer hatte, konnte ich in jeder Kurve den entsprechenden Aussenspiegel beobachten, ob nicht doch ein grosser schwarzer Rucksack der Fliehkraft nachgab und im Strassengraben landete. Der Fahrer legte den Bus so weit in die Kurve, dass ich am nächsten Tag Muskelkater vom Festhalten und Gegenstemmen hatte!
Die Zentralamerikaner haben leider überhaupt keinen Schimmer von Umweltbewusstsein. Ist eine leere Colaflasche, Dosen, Chipstüten oder sonstiger Müll im Bus zu entsorgen, wird das Fenster aufgemacht und der Dreck hinausgeworfen. Mir tat es immer in der Seele weh, wenn ich dabei zusehen musste. In Nicaragua hatte ich sogar mal ein Gespräch über dieses Problem mit einem Einheimischen, der im Bus neben mir sass und mich ganz erstaunt anschaute, als ich meine ausgetrunkene Dose wieder in den Rucksack steckte. Als jemand in der Reihe vor uns kurz danach das Fenster öffnete und seine Liter-Pet-Flasche hinaus warf, sah er mich an und meinte, das sei die Kultur, daran könne man nichts ändern....ihm würde das ja auch nicht gefallen... Na wenigstens denkt er vielleicht jetzt mal drüber nach...
Nach einigen Tagen Party und Souvenir-Einkäufen in Antigua hiess es endgültig Abschied nehmen von meinen liebgewonnenen Reisegefährten Jacintha, Nynke und Carine und auf nach Xela, zu dem Ausgangsort meiner Reise, wo ich meine Cousine Silke für die restlichen gemeinsamen 4 Wochen Mexico wieder treffen wollte.
Es war ein schönes Gefühl, an einen bekannten Ort zurück zu kehren, in dem man beim Sitzen im Park und abends in der Salsa-Disco gleich vielen Leuten begegnet, die man schon kennt und die sich freuen, einen wieder zu sehen. Sowohl mit Silke als auch mit meinem Spanisch-Lehrer und Tanzpartner, zudem sich eine lockere Freundschaft entwickelt hatte, gab es eine Menge Gesprächsstoff.

Text und Fotos: Seite öffnenTanja Scheffler
 
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